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Karosseriebefestigung




Bevor ich meine ersten Runden mit dem GLR gedreht hatte, war mir klar,
das mich diese Karosserieklips total nerven werden.
Umgebogen liegen sie etwas besser in der Hand.

Damit nicht genug, ich habe mir dann überlegt,
wie man diese kleinen Dinger vielleicht komplett ersetzten könnte.
Für die hintere Karosseriebefestigung habe ich diesen Halter entworfen und per 3D-Drucker erstellt.
Mit kleinen Neodym-Magneten habe ich in der Vergangenheit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die Magnete sind seitlich wie auch nach hinten bewusst schräge angeordnet.

Ein Blick unter die Haube …

Befestigt werden die Neodymmagente mit M2 Schrauben und gedruckten Muttern aus PLA
(Schlüsselweite M2,5 für mehr Futter um die Schraube herum)


Und was hinten funktioniert kann doch vorne auch zum Erfolg führen.

Mit der ersten nicht ganz so geglückten Karosserie wurden nun Testfahrten absolviert.



Ergebnis / Fazit nach etwa 100 Runden


Hinten wurde der Halter modifiziert.

Version #1
hat einen geraden durchgängigen Verlauf (s.o.)

Version #2 ist geteilt,
so kann der Teil mit den Magneten höher oder tiefer angeordnet werden.
Die Bodenfreiheit der verwendeten Karosserie ist damit justierbar.


Für Vorne hat sich der ganze Aufwand nicht gelohnt.
Wenn man mal heftiger in die Band einschlägt, fliegt die Karosserie trotz der Frontaufnahme vom Chassis,
das wird vermutlich auch passieren, wenn es evtl. mal etwas mehr „Rennkontakt“ gibt.
Wen das nicht stört,
der kann seine Karosserieklips beruhigt tief unten in der Ersatzteilkiste verschwinden lassen.

Auf jeden Fall habe ich zumindest die Klipsesteckerei um 2 Klipse reduziert.


Update:


Als im April 2020 meine Audi R8 LMS Karosserie aus Lexan fertig war
brauchte ich auch einen neuen passenden Karohalter.

Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt,
wenn man einmal die optimale Höhe (Version #2) gefunden hat ändert man am Halter nichts mehr.

Besteht die Möglichkeit den Halter zu optimieren?
Natürlich!

Wenn man weiß das sich Druckteile aus PLA ab einer bestimmten Temperatur verformen lassen
macht man sich dieses Wissen zu Eigen.
Ich habe mir eine „Verformungskonstruktion“ gebaut,
die exakte reproduzierbare Halter in gewünschter Form erstellt.

Zuerst wird der Halter wie üblich gedruckt

und dann passend verformt.

Hier ist die Version für die BMG-1 Karosserie zu sehen, sie ist etwas kürzer als die für den Audi.

Alle Autos bei uns auf der Bahne verwenden mittlerweile die Karosseriehalter, weil sie praktisch sind und funktionieren.


Anmerkung:


Wenn man am Auto bastelt, probiert und testet bleibt ein gewisser Verschleiß nicht aus.
Bei mir waren nach einiger Zeit die L-Clips ausgelutscht, sprich die Schrauben hielten nicht mehr.
Bei normaler Nutzung wird das nicht passieren, ich habe die Gewinde bei den Karohalter-Tests natürlich stark beansprucht.

Da die Teile nicht separat bestellt werden können habe ich sie selbst konstruiert und aus PLA gedruckt.
Auf die „Flügel“ habe ich verzichtet, die werden bei Lexankarosserien nicht benötigt.



Karosseriestützen


Die Karosseriestützen brechen sehr gerne mal.
Eine Zeitlang habe ich sie mit CfK-Roving umwickelt,
in Sekundenkleber getränkt und mittels „Dremel“ rund geschliffen.
Das hat die Lebensdauer deutlich erhöht.


Das Arbeiten mit dünnflüssigem Sekundenkleber ist eine schöne Sauerei,
daher musste eine andere Lösung gefunden werden die Karosseriestützen stabiler zu machen.
Ein passendes Alurohr wurde schnell in meinem „unerschöpflichen“ 😉 Modellbausortiment gefunden.

Zuerst wurden die Karosseriestützen verjüngt,
dazu die Stütze in meinen „Dremel“ eingespannt und mit scharfer Klinge bearbeitet.

Danach mit einem Reststück Trennscheibe (vom „Dremel“) bis zur Ecke plan schleifen.
Mit Schleifpapier oder Feile kommt man nicht so nah dran.

Aluröhrchen auf Länge schneiden, über die Stütze schieben und am Ende ein Tropfen Sekundenkleber zum Fixieren reicht.
Nach kurzer Aushärtezeit werden die fertigen Alustützen noch poliert, soll ja schließlich schick aussehen.
Eine passende U-Scheibe ersetzt die Karoklips, so hat der Gummiring auch mehr Auflagefläche.

Zum Schluss werden die Karosseriestützen an der Spitze passend gekürzt.


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