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Karosserie



Beim GLR kann man sowohl die „normalen“ Karosserien als auch Karosserien aus Lexan verwenden.

Lexan-Karosserien (LK) haben einige Vorteile aber auch Nachteile.
Sie sind wesentlich leichter, teilweise flexibler und robuster
müssen aber auch selber ausgeschnitten und gefinished werden
und die Modellauswahl ist recht gering.
GL-Racing bieten eine MC Laren P1 LK an.


MC Laren P1 LK


Optisch sehr schick, ist sie mir persönlich etwas zu dünnwandig.
Daher habe ich mir aus einer 0,75mm starken Lexan-Platte selber MC Laren P1 Karosserien hergestellt.
Außen noch mit Schutzfolie zum späteren Lackieren

Um gute Lackierergebnisse zu erzielen, muss für die LK ein spezieller Lack verwendet werden,
der nach dem Trocknen noch flexibel bleibt,
ansonsten blättert bzw. bricht bei jeder Verformung der LK Lack ab und liegt auf der Rennstrecke.
Die Karosserie ist so leicht, das der Sprühnebel, der aus der Dose kommt, die Karosserie verschiebt.
Aus NYM 1,5² Kabelresten habe ich mir ein Lackiergestelle hergestellt.
Die Lötstellen lassen sich sehr gut mit einer Hirschmann Fein-Abgreifklemme fixieren.

Das fertige Gestell sieht dann so aus.
Ein Schönheitswettbewerb soll nicht gewonnen werden.


Für die Stellen in der Karosserie die nicht lackiert werden sollen
hat Christian mit dem Folienplotter Aufkleber erstellt.

Ich habe die LK von innen nicht angeschliffen,
ein normales „Zewa-Tuch“ geviertelt gefaltet mit einem Stoß Fensterreiniger besprühen
und die LK von innen gut auswischen reicht.
Abtrocknen (Rückseite vom „Zewa-Tuch“), evtl. Fusseln entfernen und
noch 5min ablüften lassen und es kann mit dem Lackieren losgehen.

Kleinserie



Karosseriebefestigung



Bevor ich meine ersten Runden mit dem GLR gedreht hatte, war mir klar,
das mich diese Karosserieklips total nerven werden.
Umgebogen liegen sie etwas besser in der Hand.

Damit nicht genug, ich habe mir dann überlegt,
wie man diese kleinen Dinger vielleicht komplett ersetzten könnte.
Für die hintere Karosseriebefestigung habe ich diesen Halter entworfen und per 3D-Drucker erstellt.
Mit kleinen Neodym-Magneten habe ich in der Vergangenheit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die Magnete sind seitlich wie auch nach hinten bewusst schräge angeordnet.

Ein Blick unter die Haube …

Befestigt werden die Neodymmagente mit M2 Schrauben und gedruckten Muttern aus PLA
(Schlüsselweite M2,5 für mehr Futter um die Schraube herum)


Und was hinten funktioniert kann doch vorne auch zum Erfolg führen.

Mit der ersten nicht ganz so geglückten Karosserie wurden nun Testfahrten absolviert.



Ergebnis / Fazit nach etwa 100 Runden


Hinten wurde der Halter modifiziert.

Version #1
hat einen geraden durchgängigen Verlauf (s.o.)

Version #2 ist geteilt,
so kann der Teil mit den Magneten höher oder tiefer angeordnet werden.
Die Bodenfreiheit der verwendeten Karosserie ist damit justierbar.


Für Vorne hat sich der ganze Aufwand nicht gelohnt.
Wenn man mal heftiger in die Band einschlägt, fliegt die Karosserie trotz der Frontaufnahme vom Chassis,
das wird vermutlich auch passieren, wenn es evtl. mal etwas mehr „Rennkontakt“ gibt.
Wen das nicht stört,
der kann seine Karosserieklips beruhigt tief unten in der Ersatzteilkiste verschwinden lassen.

Auf jeden Fall habe ich zumindest die Klipsesteckerei um 2 Klipse reduziert.



Ach ja, da war noch was



Mehr Stabilität und vermutlich auch eine Verlängerung der Lebensdauer der Karosserie erreicht man,
wenn man die Radkästen nicht ausschneidet.
Die LK läuft auch schöner an der Bande entlang.
Wer mit etwas mehr Offset und/oder viel Lenkausschlag unterwegs ist, kann sich vorne Platz verschaffen.
Nebenbei bemerkt, dass die Radkästen nicht ausgeschnitten sind, fällt auf der Strecke nicht auf.

Der serienmäßige Frontschutz aus Moosgummi ist mir etwas zu klein dimensioniert.
Aus 6mm EPP wurde ein neuer Frontschutz geschnitten, der formschlüssig an der Lexan-Karosserie anliegt.
(EPP-Reste hatte ich noch von den Chticat Racern)
Vermutlich verlängert das reduzierte Verformen im Frontbereich
„bei Feindberührung“ ebenfalls die Haltwertzeit der LK.


Vorschau


Da ich auf meinen Mini-Z-lern MC Laren GT12 Karosserien fahre
habe ich mir die Karosserie aus Lexan angefertigt.
Hier der erste Versuch im Vergleich zur MC Laren P1.

Die Scheibenabdeckungen für´s Lackieren sind vom P1.
Nach der Sommerpause wird die GT12 LK getestet und sollte sie gut laufen
wird wohl noch einige Zeit in die notwendige Überarbeitung/ optische Verbesserung investiert werden müssen.
So wird sie auf jeden Fall nicht „in Serie“ gehen.
😉


Audi R8 LMS


Im März 2020 gab es viel Zeit sich mit dem Modellbauhobby zu beschäftigen.

Ich bin schon lange Fan der Audi R8 LMS Karosserie.
Es war also an der Zeit mal den Versuch zu starten dieses Karo aus Lexan herzustellen.
(Die MC Laren GT12 muss erstmal warten.)

Es gibt keine LK des Audi R8 LMS zu kaufen,
die man dann mittels Silikon abformen kann um daraus dann eine Tiefziehform zu erstellen.
Für das Abformen der Karo müssen alle Öffnungen (z.B. Radkästen) geschlossen sein,
eine neue schöne Karosserie wäre zu schade um diese zu verschandeln.
Eine alte stark lädierte ausgesonderte Karo die ich glücklicherweise noch nicht entsorgt hatte war perfekt.

Zuerst müssen, wie bereits erwähnt, alle Öffnungen geschlossen werden.
Hier kommt Feinspachtel zum Einsatz.


Dann geht’s mit dem Ausbessern der „Schäden“ weiter.
Viel Schleifen und Spachteln ist erforderlich.


Anpassungen und „Verbesserungen“ werden ebenfalls eingearbeitet.


Nun wird die erste Schicht Spritzspachtel aufgetragen.
Kleine Fehler und Unebenheiten können so am besten erkannt und behoben werden.


Nachdem die Fenster eingesetzt wurden wird die nächste Schicht Spritzspachtel aufgetragen.
Nochmal spachteln, schleifen und eine letzte Schicht Spritzspachtel wird aufgetragen, dann gehts ans Polieren.


Um für die spätere Lexankaro eine Schnittkante zu haben wird dieses Brettchen benötigt.
Die Schrauben dienen also Fixierung in der Gipsmasse, die nun in die Karo-„Form“ gegossen wird.


Ist der Gips ausgehärtet kann die Karo gereinigt und nochmals poliert werden.
Die Urform sieht dann so aus.


Der erste Tiefziehversuch war gleich eine Punktlandung,
ein perfektes Ergebnis, zumindest was meine Ansprüche angeht.
Hier kommt dann doch wieder die jahrelange Erfahrung beim Tiefziehen zum Tragen.


Tja, und wie das dann immer so ist, die nächste Folie war eine Fahrkarte, ein Fehlversuch.
Viel schlimmer als der Verlust einer Folie waren die Beschädigungen an der Urform.
Der Spritzspachtel scheint nicht auf dem Kunststoff z.B. der Fenster zu halten.

Ein für mich völlig neues Phänomen,
wobei ich Spritzspachtel in Verbindung mit dem Karosseriekunststoff zuvor noch nie verwendet habe.

Jetzt muss die Urform nochmal total überarbeiten werden.

Im April 2020 konnte dann eine Kleinserie produziert werden.


Gefinished sieht die Karo dann so aus,
natürlich in Borussia-Farben.

(Die Bilder stammen vom Erstlingswerk)
Christian war wie immer für die Gestaltung und Produktion der Aufkleber verantwortlich, Danke !

Auf das „Nicht-Ausschneiden“ der Radkästen kann verzichtet werden, die Karo ist so stabil,
was bereits die P1 in div. Renner bewiesen hat.


Angepasste, verbesserte und stabilere (also die originalen) Karohalter habe ich für den Audi gedruckt.


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