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Festool Sortainer SYS 4


Da ich Systainer einfach nur genial finde,
habe ich mir in der Vergangenheit noch 2 schwarze Makita Systainer Größe 1 gekauft.
Nun benötigte ich einen in Größe 2 und musste leider feststellen,
dass es keine schwarzen Systainer von Makita mehr gibt.
Die Kombination mit andersfarbigen kommt nicht in Frage.

Nach längerer Zeit war ich im Herbst 2020 mal wieder beim „Werkzeughändler meines Vertrauens“ in Kiel
und wie das immer so ist hatte der gerade eine Festool Systainer-Ausstellung im Eingangsbereich stehen.
Was für ein Zufall ! und was es nicht alles an Systainern von Festool gibt, irre!
Fündig bin ich natürlich auch geworden.


Das schöne Teil nennt sich nicht Systainer sondern Sortainer SYS 4 und hat 3 Schubläden.
Warum ich jetzt Schubläden habe?
Wenn man mehrere Systainer koppelt, muss man,
wenn man an die Unteren heran will, entweder die Oberen abnehmen oder „abkippen“,
was nicht sehr komfortabel ist und den Inhalt evtl. durcheinander wirft.
Luxusproblem, ich weiß,
ein Sortainer bietet aber auch alle Vorteile eines Systainers, daher die perfekte Lösung für meine Zwecke.


Upgrade


Wie soll es auch anders sein, es gibt immer etwas zu verbessern.

Der Bereich in dem der Sortainer steht ist immer recht dunkel.
Daher kam ich auf die Idee die Schubläden innen zu beleuchten.

Erläuterung meiner verwendeten Begriffe:


Zuerst muss der Sortainer auseinander genommen werden. Dies ist der schwerste Arbeitsschritt.
Pro Element sind auf jeder Seite 3 Rastnasen/Klips vorhanden.

Da ich die Schubläden auch mal aushängen/herausnehmen möchte (zum Reinigen z.B.)
habe ich die Innenbeleuchtung so realisiert:


Aus einer einseitigen Kupfer-Leiterplatte habe ich drei 4cm breite Streifen erstellt.
In der Mitte wird ein 1cm breiter Streifen Kupferleiter entfernt und am Ende werden 3cm komplett entfernt
damit bei geschlossener Schublade kein Licht brennt.
Mit M2 Schrauben und Stoppmuttern wird der Kupferstreifen(KS) mittig unter dem Schubladenmodul 1 befestigt.


Auf der Oberseite von Schubladenmodul-1 (SM-1) wird das Kabel für die Spannungsversorgung des KS verlegt.
Rechts und links vom KS werden kleine Löcher gebohrt und die Kabel durchgeführt und verlöten.


Damit das Kabel nicht durch Schublade-1 beschädigt wird,
werden in die Trennstege bzw. Stabilitätsstreben Löcher bzw. Kerben „gedremelt“.
Wichtig ist das Loch (roter Finger), denn dort wird das Kabel eingefädelt.
Achtung! Bei allen Modulen muss der gleiche „Kanal“ verwendet werden (Erklärung siehe später weiter unten).
Die blaue Steckverbindung ist optional, ich habe sie zur Sicherheit eingebaut,
falls ich den Sortainer evtl. wieder auseinander nehmen möchte.

Schubladenmodul 1 wäre fertig. Schubladenmodul-2 wird genau so umgebaut.

Beim Deckelelement (DE) sind die Arbeitsschritte fast identisch,
allerdings hast das Element eine Platte die man entfernen muss.
Auch hier wieder ein Loch bohren (gelber Finger), richtigen „Kanal“ auswählen! und das Kabel einfädeln.

Das fertige DE sieht dann so aus.


Jetzt wird wieder alles zusammengebaut.
Bevor das Deckelelement mit dem Schubladenmodul-1 zusammengesteckt wird
muss das Kabel vom DE durch den „Kanal“ vom SM-1 gefädelt werden.


Nun werden die ersten beiden Module mit Schubladenmodul-2 zusammengesteckt.
Vorher natürlich beide Kabel durch den „Kanal“ von Schubladenmodul-2 fädeln.
Es sollte nun klar sein warum immer der gleiche „Kanal“ verwendet wird.

Der „Kanal“ vom Bodenmodul (BM) wird ebenfalls angebohrt und die 3 Kabel werden ins BM eingefädelt.
Trennstege bzw. Stabilitätsstreben wurden bereits vorbereitet.

Die drei Kabel (nicht zu weit kürzen, das vereinfacht den späteren Akkuwechsel) werden mit einem Stecker verlötet.
Als Spannungsquelle wird ein 3s Lipo-Akku verwendet, ausreichend Platz im BM ist vorhanden.


Fertig siehts dann so aus.


Weiter gehts mit den Schubläden in die 3 Kerben gedremelt werden.
Linke und rechte Kerbe sind für die Schleifkontakte, die Mittlere für die Schraubenbefestigung der Kupferstreifen.


2,5mm² Silikonlitze dient als Schleifkontakt und wird mit dieser Montage an die Schubläden geschraubt.
2 Kugelschreiberfedern sorgen für eine ausreichende Vorspannung.

Mit meinem 3D-Drucker wurden die Aufnahmen erstellt.


Auf einen Kunststoffstreifen (alter Kabelkanal) wurde der LED-Streifen geklebt und zur Sicherheit noch verschrumpft.
Dort wo Festool die Aufnahme für Schubladentrennstege vorgesehen hat fixiere ich meine Beleuchtung.


Auch in diesem Fall hat der 3D-Drucker die passenden Teile produziert.
Die Beleuchtung kann individuell in der Höhe positioniert werden.


Die Sortainerschubläden rasten richtig ein, wenn man aber häufiger an die Schubläden ran muss,
ist es bequemer sie nicht ganz reinzuschieben.
Damit die Beleuchtung in diesem Fall den Akku nicht unnötig belastet
wurde die Kontaktfläche auf einer Breite von 3cm entfernt (siehe oben).


Aktiviert sieht es so aus.
Wer eher auf eine blaue, rote oder grüne Beleuchtung steht wechselt einfach nur den LED-Stripe.

Die Arbeit hat sich gelohnt
und falls 3 Schubläden irgendwann nicht mehr aussreichen sollten, weiß ich jetzt wie ich meinen Sortainer „erweitern“ kann,
natürlich dann auch mit beleuchteten Schubläden.


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